Dachstuhlbrand

Um 20:41 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle Nürnberg die Feuerwehren Röttenbach, Baiersdorf und Hemhofen/Zeckern, den Inspektionsdienst des Landkreises sowie Rettungsdienst und Polizei zu einer gemeldeten Rauchentwicklung aus einem Dachstuhl. Aufgrund der baustellenbedingten Sperrung der Kreisstraße ERH5 am Ortseingang von Röttenbach wurde sicherheitshalber auch die Drehleiter der FF Höchstadt a. d. Aisch mit einem Begleitfahrzeug mitalarmiert, um einen eventuellen Zeitverzug durch die Umleitung zu verringern.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte drang dichter Rauch aus dem Dachfirst. Da sich keine Bewohner bemerkbar machten, musste von noch im Gebäude befindlichen Personen ausgegangen werden, weshalb sich der erste Angriffstrupp gewaltsam Zutritt zum Gebäude verschaffte. Rasch konnte jedoch festgestellt werden, dass sich niemand im Haus aufhielt, und unter schwerem Atemschutz im Innenangriff mit der Suche nach den Brandnestern in der Dachkonstruktion begonnen werden.

Diese stellte sich schwieriger heraus als gedacht, da sich in der kombinierten Pultdach-/Satteldach-Konstruktion, bedeckt mit verschraubtem Trapezblechen, nur schwer zugängliche Bereiche befanden. Zudem befand sich das Gebäude in einem Steilhang und zu weit weg von der Straße, als dass man das Dach von außen mit einer Drehleiter hätte erreichen können. Aus diesem Grund wurde die Leiter der FF Baiersdorf zur Ausleuchtung der Einsatzstelle von der Straße eingesetzt, die Drehleiter der FF Höchstadt konnte die Anfahrt abbrechen.

Da von innen nicht alle Bereiche im Dachfirst erreicht werden konnten, musste die Dachhaut auch von außen geöffnet werden, was sich aufgrund des anhaltenden Regens äußerst rutschigen Blechdachs als sehr gefährliches Unterfangen erwies. Die Einsatzkräfte, die über tragbare Leitern auf das Dach gelangten, mussten dort erst Trittöffnungen aus dem teilweise heißen Blech herausschneiden, um sich einerseits sicheren Stand verschaffen und gegen Absturz sichern zu können, sich andererseits aber auch einen Überblick über die Brandausdehnung unter der Dachhaut zu beschaffen.

Mit verschiedenen Maschinen wurden dann die Trapezblechprofile und die Dachschalung eröffnet, um in mühsamer Kleinarbeit die Flammen mit insgesamt 3 C-Rohren ablöschen zu können, wobei darauf geachtet wurde, den Wasserschaden so klein wie möglich zu halten. Gleichzeitig wurde von innen weitere Dachbereiche aufgesägt, um an alle Glutnester heranzukommen. Dabei mussten in dem fast sechsstündigen Einsatz eine Vielzahl von Atemschutzgeräteträgern tätig werden. Insgesamt befanden sich rund 70 Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei vor Ort.

Über die Schadenshöhe können seitens der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden, die Polizei hat hierzu die Ermittlungen aufgenommen.

Quelle: Kreisfeuerwehrverband ERH


Einsatzart Brand
Alarmierung Sirene, Piepser, SMS
Einsatzstart 1. August 2017 20:41
Mannschaftstärke 30
Einsatzdauer 7 Stunden
Fahrzeuge HLF 20/16
LF 8/6
MZF
MTW
Alarmierte Einheiten Feuerwehr Röttenbach,
Feuerwehr Baiersdorf,
Feuerwehr Hemhofen/Zeckern,
Feuerwehr Höchstadt a. d. Aisch,
Kreisbrandinspektion: KBR Rocca, KBI Schwab, KBM Maier, KBM Bühl, KBM Brunner
Rettungsdienst: RTW, NEF, SEG, KTW
Polizeiinspektion Höchstadt,
Bürgermeister und Bauhof